Vojta

Durch physiotherapeutische Forschungsarbeit fand man bestimmte Punkte am gesamten Körper des Menschen an denen ein gezielter Reiz (Druck/Zug) angesetzt werden kann. Diese besonderen sensiblen Punkte sind meistens Knochenvorsprünge, die der Therapeut und der Patient deutlich spüren können. Beim „Pressen“ eines oder mehrerer Punkte spricht man vom Auslösen.

Es kommt zu einer automatischen Muskelanspannung. Diese führt dazu, dass sich der Reflex und die Bewegung über den gesamten Körper ausbreiten. Dabei reagiert nicht nur die Muskulatur, sondern auch die sensiblen Strukturen die für das Empfinden zuständig sind.

Außerdem wird das Vegetativum angeregt, so dass es auch zu einer verstärkten Atmung, Aktivierung des Kreislaufsystems und des Verdauungstraktes kommen kann.
Durch die Reizung an Knochen und Muskeln werden bestimmte Bewegungsabläufe, die im Rückenmark als Programme gespeichert sind, aktiviert.
Unmittelbar nach der Therapie treten positive Veränderungen auf, die sich in der Körperhaltung und verschiedenen Bewegungen, insbesondere beim Gehen äußern. Zur Stabilisation der neu gewonnenen Fähigkeiten ist es nötig, dass der Patient diese selbständig übt und trainiert.